5 Exotengarten-Lieblinge Exotengarten-Ratgeber

Jeder hat vermutlich seine Lieblinge im Garten, sei es, weil sie so schön aussehen, weil sie so toll blühen und duften oder einfach nur, weil man mit der einen oder anderen Pflanze eine kleine Geschichte verbindet. Meine 5 persönlichen Exotenlieblinge…

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Australischer Grasbaum (Xanthorrhoea johnsonii)

Wenn es um meine Exoten-Lieblinge geht, dann geht der 1. Platz zweifelsfrei an den ‚Blackboy‘ – den australischen Grasbaum.

Schon immer hatte ich – trotz der sehr begrenzten Frosthärte – von einem Blackboy in meinem Garten geträumt. Für mich war der australische Grasbaum mit seinem von Waldbränden verkohlten, fast schwarzen + kräftigen Stamm und seinen grashalm-ähnlichen, filigranen Blättern schon immer die absolute Lieblingspflanze.

Leider hat Australien seit Jahren einen Export-Stop auf die einzig dort wachsenden Grasbäume verhängt. Konsequenz: man kann Grasbäume nicht kaufen.

Trotzdem hatte ich immer mal wieder im Internet nach einem Grasbaum gesucht, in der Hoffnung, dass Australien die Beschränkung doch vielleicht irgendwann einmal aufheben würde.

Das ist bis heute nicht passiert. Trotzdem stieß ich im Frühjahr 2020 bei eBay auf 2 zum Verkauf stehende Grasbäume. Trotz einen horrenden Preises musste ich bei einem von den beiden zuschlagen. Und natürlich habe ich ihn dann bei mir im Garten ausgepflanzt…

Faxon Palmlilie (Yucca faxoniana)

Yuccas gehören in jeden Exotengarten. Ich bin vorallem ein großer Fan stammbildender Yuccas. Entsprechend gibt es bei mir jede Menge Yuccas im Garten.

Lange waren Rostrata mit ihren hellbraunen Stämmen und ihren filigranen, leicht bläulich-schimmernden Blättern meine Lieblings-Yuccas.

Als ich meine erste Faxoniana kaufte, lief sie eher unter der Kategorie „eine weitere Yucca-Art“. Aber langsam, still und heimlich entwickelte sie sich und ist schlussendlich zu meiner Yucca No. 1 im Garten geworden. Warum? Ich liebe ihre kraftvolle, untersetzte Optik, ihren massiven Stamm und ihre saftig-grünen, stabilen Blätter.

Australischer Taschenfarn (Dicksonia antarctica)

Ein Farn im Garten? Was ist daran so außergewöhnlich?

Mir haben es die stammbildenden Baumfarne angetan, wie es sie nur in den Regenwäldern von Australien gibt. Sie sehen mit ihrem dunkelbraunen, wurzelüberzogenen Stamm und ihren hellgrünen, großen Blättern einfach phantastisch ist.

Im März 2017 startete ich einen Auspflanzversuch und pflanzte einen Baumfarn mit etwa 30cm Stammhöhe. Da ein Baumfarn die bayrischen Winter unmöglich eigenständig überstehen kann, bekommt er im Winter eine beheizte Styropor-Umbauung, was sehr gut funktioniert und aufgrund der dicken Umbauung gar nicht soviel Energieverbrauch bedeutet, wie man vermuten würde.

Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)

Ich denke, jeder Exotengärtner in Deutschland kann sich erinnern, wie er die 1. Palme in seinem Garten ausgepflanzt hat. Bei mir war es 2014, als ich eine chinesische Hanfpalme mit etwa 40cm Stamm viel zu teuer gekauft und voller Stolz ausgepflanzt habe.

Diese 1. Palme ist seither ein ganz besonderer Liebling in meinem Garten. Ihr Verlust würde mich schwer treffen.

Und selbstverständlich ist die Palme jedesmal die Pflanze, die der wenig exoten-fachkundige Besucher als besonders exotisch im Garten ausmacht.

Olivenbaum (Olea europaea)

Wer träumt nicht davon, einen alten, knorrigen Olivenbaum in seinem Garten auszupflanzen? Leider sind diese alten Exemplare i.d.R. nahezu unbezahlbar und die Erfolgsaussichten für einen dauerhaften Verbleib ziemlich bescheiden.

Da solche unerfüllten Wünsche ständig in mir arbeiten, versuchte ich es 2016 zunächst mit einem sehr kleinen Exemplar, welches ich darüber hinaus im Winter eher minimalistisch schützte. Ergebnis war im Frühjahr 2017 ein arg zurückgefrorener Olivenbaum, der nur noch ziemlich weit unten neu austrieb. Ein trauriges Bild und sicher nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Auf der Suche nach einem etwas kräftigeren Exemplar kaufte ich im April 2017 für etwa 300€ (inkl. Lieferkosten) einen alten Olivenbaum mit einem Stammumfang von etwa 60cm, direkt importiert aus den Bergen von Cordoba. Da dem Baum beim Transport ein mittelgroßer Ast abgebrochen war, erhielt ich nochmal Rabatt, so dass ich letztlich insgesamt nur noch 230€ bezahlen musste.

Seither ziert der Baum meinen Garten-Eingangsbereich und wird im Winter nun immer adäquat mit Zelt und Heizgerät geschützt. Der Olivenbaum dankt es mir mit kräftigem Wuchs und einem wundervollen Aussehen. Ein echter Hingucker!


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