Coronavirus… und wann planst Du Deine Infektion? Gedanken abseits des Exotengartens

März 2020: der Coronavirus hält die Welt seit mehreren Wochen ‚in Atem‘. Jetzt hat es auch Deutschland mit voller Wucht erwischt. Der staatliche Versuch einer kontrollierten Masseninfektion und die Frage: wann planst Du eigentlich Deine Infektion?

Coronavirus... und wann planst Du Deine Infektion? 2

Deutschland wird infiziert…

Seit Ende 2019 breitet sich das vermutlich aus China stammende Coronavirus (Sars-CoV-2) auf der Welt aus. Am 28.01. wird in der Nähe von München der 1. infizierte Deutsche bestätigt. Am 07.03. gibt es weltweit über 100.000 Infizierte mit etwa 3.500 Todesfällen. Am 11.03. wird die Krankheitswelle von der WHO zur Pandemie erklärt. Und am 19.03. gibt es bereits über 200.000 Infizierte mit knapp 10.000 Todesfällen.

So stehen wir jetzt als Sozialgemeinschaft alle in der Pflicht: einfach mal ein paar Wochen zu Hause bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, um schutzbedürftige Mitmenschen (Ältere, Schwangere, Kranke) nicht unnötig zu gefährden.

Leider reicht es offensichtlich nicht aus, die Mitbürger über sämtliche Medien zu sensibilisieren + informieren. Menschen setzen sich schlicht darüber hinweg, treffen sich weiterhin in Cafes, gehen auf Konzerte oder veranstalten Corona-Parties. ‚Weil mir die Decke auf den Kopf fällt.‘

Um uns vor uns selbst zu schützen, muss der Staat jetzt reglementierend eingreifen – mit (Ein-)Reise- + Versammlungsverboten, mit Kontakt- + Ausgangsbeschränkungen. Verknüpft mit harten Sanktionen bei Missachtung. Um auch dem letzten Unverbesserlichen den Ernst der Lage wirksam ‚einzuhämmern‘.

… und wann planst Du Deine Infektion?

Gedanklich spannend wird es, wenn man sich vor Augen führt, dass sich im Endeffekt aufgrund fehlender Impfstoffe etwa 60-80% der Bevölkerung infizieren werden. Es geht also nicht darum, sich nicht zu infizieren, sondern ’nur‘ um ein kontrolliertes Infizieren der gesamten Bevölkerung. Warum kontrolliert? Weil wir aufgrund unserer beschränkten Krankenhaus-Kapazitäten nur eine bestimmte Anzahl Erkrankter gleichzeitig behandeln können.

Die perfekte Infektionsrate würde also exakt soviele Erkrankte ‚produzieren‘, wie wir gleichzeitig behandeln können. Ist der Gradient zu niedrig, wird sich die Epidemie sehr lange ziehen, mit verheerenden wirtschaftlichen Folgen. Ist der Gradient zu hoch, dann wird es Personen geben, die nicht mehr ausreichend behandelt werden können.

Und jetzt wirds perfide: für den Einzelnen wäre es also aktuell ratsam, sich so schnell wie möglich zu infizieren. Da die Anzahl der Erkrankten noch überschaubar ist, könnte man von Ärzten gut mit Beatmungsgeräten etc. versorgt werden. Wer sich zu spät infiziert, könnte dagegen leider Pech haben, weil er ggf. mit ganz vielen Anderen um die begehrten Krankenhaus-Betten ‚battlen‘ müsste.

Würden nun alle so denken + handeln, dann hätten wir definitiv ein Problem. Der Infektions-Gradient würde vermutlich unkontrolliert durch die Decke gehen. Das Chaos wäre vor-programmiert!

Bleibt also schlussendlich die Frage: wie groß ist unser aller Nächstenliebe? Wie sehr vertrauen wir auf die perfekt-kontrollierte Masseninfektion? Oder sollte man seine Infektion doch lieber selbst in die Hand nehmen?

Wann planst Du eigentlich Deine Infektion?


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