Exotengarten-Saison 2021/22 Mein Münchner Exotengarten 500m über NN

10 Jahre Exotengarten – 11. Saison! Wow. Das Fernsehen kommt + wir stechen in See…

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Februar 2021

In der Exotengarten-Saison 2021/22 erwarten uns einige spannende Projekte:

  • am 06.03. will der bayrische Rundfunk einen Kurzbeitrag über unseren Garten drehen, der im April in der Sendung ‚Querbeet‘ ausgestrahlt werden soll. Irre, oder?
  • Und gut 1.5 Monaten später feiert unser Exotengarten am 27.04. sein 10-jährige Bestehen.
  • Anfang Juni lassen wir uns dann einen beheizbaren Gartenpool bauen. Ich kanns immer noch nicht glauben!
  • Und im Dezember feiert dann unsere älteste Trachycarpus fortunei ihren 7½ten Geburtstag in unserem Garten. Entgegen vieler Unkenrufe…

Nachdem ich die Hanfpalmen bereits am 15.02. vom Winterschutz befreit habe, folgt am 18.02. (bis auf wenige Ausnahmen) auch der Rest. Im Großen + Ganzen hat der Winterschutz trotz des dieses Mal doch sehr strengen Winter wieder gut funktioniert. Ein 1. Winter-Fazit:

  • First things first: mein ‚Blackboy‘ Xanthorrhoea johnsonii hat überlebt und sieht – bis auf ein paar erfrorene Halmspitzen – top aus. Juhu! Auch der Dicksonia antarctica + der Eucalyptus pauciflora machen einen guten Eindruck. Aus der Australien-Fraktion zeigt einzig der Eucalyptus neglecta starke Frosttrocknis-Erscheinungen: die Blätter haben sich braun / rot / lila verfärbt, haben viele kleine braune Punkte darauf (Pilz) und sind brüchig / vertrocknet. Nur einige junge Blätter machen noch einen halbwegs vitalen Eindruck.
  • Die Amerika-Fraktion, also die 2 Dasylirion, die Nolina, die Agave, meine Kakteen + meine Yuccas machen soweit einen sehr guten Eindruck. Die Yuccas sind i.ü. (bis auf die Yucca faxoniana + eine Yucca rigida) nahezu pilzfrei. Die Behandlung mit einem Breitband-Fungizid hat selbst bei den völlig ungeschützten Yuccas wahre Wunder bewirkt. Die Opuntia phaeacantha ‚Orangeade‘ (Exotenbeet 1) hat es leider nicht überlebt. Hier hatte ich ja ein Ohr in die Erde gesetzt in der Hoffnung, es würde anwurzeln. Das hat nicht recht funktioniert. Und beim Dasylirion longissimum sind die Blattspitzen etwa 10cm weit an den Spitzen vertrocknet. Das ist aber vermutlich nicht weiter schlimm.
  • 2 der 3 großen Trachycarpus fortunei machen ebenfalls einen guten Eindruck. Die Hanfpalme im Exotenbeet 4 hat leider leichte bis mittlere Blattschäden, da ich das Heizkabel nicht richtig eingesteckt hatte. I.ü. haben auch der Hanfpalmen-Keimling und die kleine Wagnerpalme im Exotenbeet 4 rein passiv geschützt den Winter gut überstanden.
  • Albizia julibrissin, Poncirus trifoliata + Diospyros Kaki sehen ebenfalls gut aus.
  • Die Passiflora haben viele abgestorbene Triebe. Das ist aber völlig normal. Die dickeren Zweige machen auf alle Fälle noch einen guten Eindruck.
  • Meine 2 Musa basjoo zeigen ein etwas unterschiedliches Bild: während die Scheinstämme im Exotenbeet 3 vermutlich großteils überlebt haben, ist die Musa im Exotenbeeet 5 doch stärker vom Frost geschädigt: mindestens 2 größere Scheinstämme scheinen hinüber zu sein, interessanterweise ausgerechnet die besonders kräftigen Stämme. Deren Scheinstämme sind innen weiß, extrem hart und quasi ohne Struktur (mit den typischen Kanälen). Das habe ich so noch nie gesehen. Und auch die anderen Scheinstämne sehen nicht gut aus…
  • Meine mediterranen Exoten bereiten dagegen (wie erwartet) nach dem Dauerfrost etwas Sorgen, insbesondere der Nerium oleander + der kleine Olea europaea (Exotenbeet 4). Beide scheinen etwas unter der Frosttrocknis zu leiden. Dagegen macht mein großer Olea europaea (Exotenbeet 1) einen sehr guten Eindruck. Er hat im Winterschutz-Zelt ggü. den Vorjahren doch recht wenige Blätter verloren.
  • Mein kleines Experiment mit dem Pachypodium rutenbergianum (Exotenbeet 3) hat leider nicht funktioniert. Es wäre aber auch wirklich eine Überraschung gewesen, wenn er den Frost überstanden hätte. Nicht schön, aber verkraftbar.

In Summe haben bislang folgende Pflanzen Frostschäden:

  • Opuntia phaeacantha ‚Orangeade‘ (Exotenbeet 1): tot
  • Yucca faxoniana (Exotenbeet 3): leichter Schaden
  • Pachypodium rutenbergianum (Exotenbeet 3): tot
  • Dasylirion longissimum (Exotenbeet 4): leichter Schaden
  • Trachycarpus fortunei (Exotenbeet 4): mittlerer Schaden
  • Yucca rigida (Exotenbeet 4): mittlerer Schaden
  • Olea europea (Exotenbeet 4): leichter Schaden
  • Musa basjoo (Exotenbeet 3 + 5): schwerer Schaden
  • Eucalyptus neglecta (Exotenbeet 5): schwerer Schaden
  • Nerium oleander (Exotenbeet 5): leichter Schaden

Sehr auffällig: nimmt man meine 2 Experimente (Opuntia phaeacantha ‚Orangeade‘, Pachypodium rutenbergianum) aus der Betrachtung mal heraus, dann stehen meine Sorgenkinder fast alle auf der Nord-Seite meines Gartens (Exotenbeet 4+5). Ggf. ist das Mikro-Klima hier doch nochmal ein ganzes Stück kritischer. In Summe bin ich mit dem Winter-Zwischenfazit aber recht zufrieden.
1. Neu-Ankömmlinge stehen i.ü. auch schon zur Auspflanzung bereit:

  • Agave ovatifolia ‚Ice Heart‘ (Walzungen-Agave)
  • Dicksonia antarctica
  • Olea europaea ‚Elit-5‘
  • Trachycarpus fortunei ‚Bulgaria‘
  • Trachycarpus fortunei ‚Nainital‘

Den Dicksonia antarctica hatte ich beim Palmenmann für stattliche 250€ (+40€ Versand) bestellt. Ebenso stattlich kommt der Baumfarn am 26.02. dann auch an: 80cm Stammhöhe, 85cm Stammumfang, 12 Wedel mit bis zu 2.30m (!!!) Länge und einem Stiel-Umfang von 5cm. Wow. Wirklich imposant! Leider, leider wird die Freude etwas getrübt: alle Wedel haben etwa an der selben Stelle braune Blätter und braune, leicht schrumpelige Stiele. Entweder haben sie beim Transport Frost abbekommen oder es hat ihnen nicht gefallen, wie sie beim Verpacken leicht verdrillt gebogen wurden. Sehr ärgerlich. Ich habe dem Palmenmann mal Fotos geschickt. Schauen wir mal, wie er reagiert…
Mit der Auspflanzung der Neuankömmlinge muss ich leider noch etwas warten. Richtig Sinn macht das erst nach dem Pool-Bau im Juni.
Anderes Thema: Mitte Dezember 2020 hatte ich eine handvoll meiner Trachycarpus fortunei-Samen bei mir im Wohnzimmer in einem kleinen Pflanztopf gepflanzt. Ende Januar 2021 zeigte sich der erste zarte Blatttrieb. Inzwischen haben 3 Hanfpalmen ihr 1. zartes Blatt gebildet. Das größte Blatt ist inzwischen 5cm lang und hat sich 7cm über den Erdboden in die Höhe gestreckt.
So langsam wirds jetzt auch mit dem TV-Dreh ernst. Der Beitrag ist inzwischen per Homepage für die ‚Querbeet‘-Sendung am 05.04. zwischen 19:00 und 19:30 angekündigt. Den TV-Dreh haben wir nun auf den 03.03. vorgezogen, da es hier richtig schön sonnig + warm sein soll. Klasse, wie flexibel das Querbeet-Team agiert.

März 2021

Nachdem der Eucalyptus neglecta doch weiterhin arg vertrocknet wirkt, habe ich mich entschlossen, ihn jetzt nochmal radikal zurückzuschneiden. Er war womöglich noch etwas zu schwach für diesen Winter. Ich bin aber guter Dinge, dass er sich wieder erholt.
Nun ist es am 03.03. endlich soweit: der große TV-Dreh-Tag mit dem bayrischen Rundfunk für die Sendung ‚Querbeet‘. 1000 Dank, liebes Querbeet-Team, für einen wunderschönen, unvergesslichen Tag! 🙂
Die Wedel des Dicksonia antarctica sehen gar nicht mehr gut aus. 4 Wedel hängen inzwischen mittig abgeknickt herunter. Der Palmenmann hat mir 10% Preisnachlass oder die kostenlose Rücknahme angeboten. Bevor wir den Baum jetzt nochmal quer durch Deutschland transportieren, einigen wir uns schließlich auf 20% Preisnachlass. Der Palmenmann weist nun in seinem Shop auch darauf hin, dass er die Bäume nur noch wedellos verschickt. Das macht nach der Erfahrung vermutlich viel Sinn.
Zwischen 06. + 09.03. hat es nachts nochmal bis -6°. Hoffen wir mal, dass es das dann diesen Winter mit derartigen Frösten war.
In der Nacht auf den 17.03. hat es nochmal richtig kräftig geschneit. Es liegen etwa 15cm hoch Schnee auf dem Rasen. Und zwischen 17. + 21.03. hat es nachts nochmal Fröste bis -7°. Der Winter ist noch nicht vorbei.
Am 18.03. bestelle ich 2 kleine Olea europaea ‚Bianchera‘. Die Sorte ‚Bianchera‘ gilt als eine der frosthärtesten Olivensorten. Sie soll bis etwa -18° Frost aushalten können. Bestellt habe ich sie bei Vivai Gabbianelli. Hier werden i.ü. eine ganze Reihe gut-frostharter italienischer Sorten angeboten, z.B. auch ‚Leccio del Corno‘. Der Versand ist leider recht teuer (ich habe 46€ Versand für 2 Pflanzen zum Preis von jeweils 15€ bezahlt).
In dem Zuge kam mir der Gedanke, ob ich auf der Nord-Ost-Seite des Gartens ein 6. Exotenbeet errichte (da, wo bis jetzt der Aufstell-Pool steht). Dieses 6. Exotenbeet würde ich gerne experimentell für meine neuen, frostharten Exoten-Sorten nutzen: ein kleiner Olivenhain (mit meinen 3 neuen Oliven-Sorten), erweitert um einige Palmen (meine 2 neuen Trachycarpus-Sorten, ein paar selbstgezogene Sämlinge und vielleicht noch eine Chamaerops?).
I.ü. baut meine kleinere Yucca rigida massiv ab. Die mittleren Blätter werden sukzessive hellgrün bis weiss. Der feuchte Winter scheint ihr leider gar nicht zu bekommen…
Bereits am 22.03. – also gerade einmal 4 Tage nach Bestellung – kommen die 2 Olea europaea ‚Bianchera‘ gut verpackt + unbeschadet an. Sie machen einen sehr guten Eindruck und sind überraschend groß. Ab Topfoberkante bis Blattkrone sind es etwa 1.60m. Klasse! Ich habe den Münchner Olivenhain schon vor meinem geistigen Auge… 😉
Am 25.03. pflanze ich die neue Agave ovatifolia ‚Ice Heart‘ im Exotenbeet 1 aus. Da macht die sich mit ihren blau-grünen Blättern ganz hervorragend.
Am 27.03. bestelle ich bei eBay (Verkäufer: ‚pflanzen-floren2‘) eine Cylindropuntia imbricata ‚pinky‘ für 22€ (+6€ Versand). Das wird mein 1. Auspflanz-Versuch in der Gattung der zylindrischen Feigenkakteen (‚Cylindropuntia‘).
Die Winterschäden werden nun langsam deutlich: bei meinen 2 Musa basjoo tut sich weiterhin nichts außer etwas grün an 2 sehr kleinen Kindeln. Da habe ich aber schon noch Hoffnung. Bei der Yucca rigida im Exotenbeet 4 sind die mittleren Blätter fast weiß. Das sieht ganz übel aus. Bei meiner Trachycarpus fortunei im Exotenbett 4 habe ich alle Wedel bis auf 2 Mittelspeere abgeschnitten. Die Blätter waren inzwischen jeweils etwa zu 2/3 vertrocknet. Ich gehe aber noch davon aus, dass die Hanfpalme bald wieder schiebt. Mein Dicksonia antarctica macht aktuell auch einen nicht sonderlich vitalen Eindruck. Und an der Yucca faxoniana werden mehr + mehr ältere Blätter gelb. Man sieht mal wieder: erst Ende März wird abgerechnet. Und danach gilt es, die Wunden zu lecken.
Am 31.03. pflanze ich den neuen Cylindropuntia imbricata ‚pinky‘ im Exotenbeet 1 aus. Er macht i.ü. einen super Eindruck und ich verstehe gar nicht, warum ich bislang immer einen Bogen um Cylindropuntia gemacht habe. Bin grad schock-verliebt. Er kommt an den Platz des Echinocereus triglochidiatus f. inermis, der dafür leider ein Stück versetzt werden muss.

April 2021

Anfang April schieben sich bei meinen 3 großen Trachycarpus fortunei vorsichtig erste Blütenknospen heraus, auch die schwer geschädigte Trachycarpus im Exotenbeet 4. Nachdem ich dieser alle Wedel bis auf 2 Mittelspeere abgeschnitten habe, scheinen diese 2 langsam zu schieben. Es scheint, als hätte die Hanfpalme den Winter zum Glück überlebt:
Exotengarten-Saison 2021/22 1
Auch bei den 2 Musa basjoo scheint sich ganz langsam etwas zu regen.
Am 02./03.04. starten wir schon mal mit ersten Vorbereitungen für den Pool-Bau: wir bauen unseren 10 Jahre alten Holz-Aufstell-Pool von Weka ab. Hier soll demnächst unser neues Exotenbeet 6 entstehen.
Leider sind in der 2. Aprilwoche wieder leichte Fröste (bis etwa -5°) angekündigt. Von daher werde ich meine 2 Musa basjoo, meinen Dicksonia antarctica und meinen Xanthorrhoea johnsonii wieder einpacken müssen. Außerdem müssen die noch im Kübel wohnenden Pflanzen – also der Dicksonia antarctica, die 3 Olea europaea und die 5 Trachycarpus fortunei (2 im Kübel + 3 kleine Sämlinge) – wieder ins Haus. Der eh schon heftige Winter scheint keine Ruhe geben zu wollen…
Am 05.04. habe ich eine Kooperationsanfrage von Garten und ich erhalten, die T-Shirts und Hoodies mit schönen Gartenmotiven aus 100% Bio-Baumwolle vertreiben. Leider musste ich hier absagen, da ich meine Website weiter werbefrei und frei von finanziellen Interessen halten will.
Nachdem ich jetzt schon mehrere Jahre mit dem Gedanken spiele, habe ich am 09.04. dann doch endlich meine erste Zwergpalme bestellt – eine Chamaerops Humilis ‚Cerifera‘ (blaue Zwergpalme). Gekauft habe ich die Zwergpalme für 35€ (+ 10€ Versandkosten) bei eBay (Verkäufer: CSL Sunrise GmbH). Laut Beschreibung handelt es sich um ein ‚mehrstämmiges Exemplar‘, welches ‚ca. 70-90 cm mißt‘ und ‚ausschließlich in der Freilandhaltung‘ aufgezogen wurde. Klingt gut!
Am 10.04. beginne ich mit dem Anlegen meines neuen Exotenbeetes auf der Nordost-Seite unseres Grundstücks, dort, wo vielang unser Holz-Aufstellpool stand. Das neue Beet soll einen mediterranen Charakter bekommen. Das neue Beet beginnt folglich mit dem bestehenden Nerium Oleander. Es folgen der neue Olea europaea ‚Elit-5‘, der bislang auf der Nord-West-Seite gepflanzte Olea europaea ‚arbequina‘, dann eine Pflanzlücke (wo ich nochmal überlegen muss, was ich da pflanze), dann die 2 neuen Olea europaea ‚bianchera‘ und schließlich – schön schattig sitzend – mein bislang auf der Westseite gepflanzter Dicksonia antarctica.
Zwischen 13. und 15.04. gibt es dann nochmal reichlich Schnee + 3 Nächte Fröste bis ca. -4°. Ich reicht doch langsam!
Am 17.04. pflanze ich meine neue Chamaerops humilis var. cerifera aus. Sie nimmt den Platz der bisherigen Yucca rigida ein, die den Winter leider nicht überlebt hat. Sie hatte eigentlich bon Anfang an Probleme, sich richtig zu etablieren.

Meine Saison-Erkenntnisse

1. Es ist absolut empfehlenswert, pilzanfällige Pflanzen (wie z.B. die meisten Yuccas) vor dem Winter profilaktisch mit einem Breitband-Fungizid (z.B. Duaxo von Compo) zu behandeln.
2. Für ein Winterfazit gilt: abgerechnet wird frühestens Ende März. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass vorher ggf. noch böse Fröste drohen, sondern auch, dass sich das Ausmaß der Winterschäden wirklich erst dann erkennen lässt. Nach dem Auspacken geht es also oftmals noch ein gutes Stück bergab.

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