Der Gartenblog: was soll das? Mein Münchner Exotengarten 500m über NN

Der Gartenblog ‚DER EXOTENGÄRTNER: Gärtnern im Grenzbereich‘ richtet sich vorallem an Exotengärtner, deren Gärten eher ungünstig in den rauen Gegenden Deutschlands liegen.

Motivation

Bereits in den 90ern gab es in Deutschland erste ‚Pioniere‘, die sich mit der dauerhaften Auspflanzung von Palmen, Bananen und ähnlichen Exoten in ihren Gärten probierten. Etwa 2000 entstanden im Internet erste Websites + Foren, wo man sich unter Gleichgesinnten austauschte. Wenig später folgten erste Fachbücher zur Freilandhaltung von Exoten in Deutschland.

Exotengärten finden sich in Deutschland vornehmlich in den milden (Weinbau-)Gegenden Deutschlands. Erfahrungsberichte im Internet oder in Fachbüchern basieren folglich fast ausschließlich auf Erfahrungen aus diesen Regionen.

Möchte man einen Exotengarten eher in einer rauen Gegend Deutschlands errichten, so findet man dagegen wenig verlässliche Infos, ob + wie man Exoten hier dauerhaft erfolgreich über den Winter bekommt. Daher bleibt für Betroffene oftmals nur das Experimentieren, verbunden mit der einen oder anderen herben Enttäuschung. Pionierarbeit im klimatischen Grenzbereich – ganz auf eigene Faust. So ging es ab 2011 auch mir…

Der Gartenblog ‚DER EXOTENGÄRTNER‘ richtet sich daher vorallem an Exotengärtner, deren Gärten eher ungünstig in den rauen Gegenden Deutschlands liegen. An Leidgenossen, die sich wie ich in einem Gärtnern im Grenzbereich probieren…

Historie

Ich bin weder gelernter Gärtner noch hatte ich bis zum Anlegen unseres Exotengartens irgendwelche Gartenerfahrung. Auf der Suche nach fachmännischem Rat waren die Schutz- + Pflegetipps aus dem Internet für mich als Exoteneinsteiger meist verwirrend, z.T. auch widersprüchlich. Viele Internetforen werden maßgeblich von Leuten aus den milderen Gegenden Deutschlands – vornehmlich aus den Weinbaugebieten oder dem Rheinland – dominiert, wo Exoten schier unfassbare jährliche Zuwächse quasi ohne Winterschutz hinlegen. Von daher beschäftigte mich immer wieder die Frage, welche dieser Tipps ich bedenkenlos übernehmen kann, welche Maßnahmen aufgrund der klimatischen Gegebenheiten für meinen Garten eher ausscheiden und ob der gewählte Schutz wirklich alle Eventualitäten eines rauen bayrischen Winters abdecken kann.

So begann ich, mich über Fachbücher + das Internet Stück für Stück in die Materie einzulesen, um speziell für die Klimazone USDA6b/7a geeignete Schutz- + Pflegetipps für Freilandexoten zu finden, diese auszuprobieren, ein bißchen zu experimentieren und das Ganze in meinem iPad zu dokumentieren, mit Checklisten, Plänen, Messungen, Kurzbeschreibungen, kleinen Zeichnungen und Unmengen von Fotos.

Lange hat’s gedauert: erst im Juli 2015, also etwa 4 Jahre nach Anlage meines Exotengartens, führte ich meine bis dahin verteilte und vollkommen unsortierte Garten-Dokumentation auf der Website ‚zimperlich.de‘ zusammen. Im September 2016 ziehe ich die Domain auf ‚freilandexoten.de‘ um, im Januar 2018 dann final auf ‚exotengärtner.de‘. Heute ist die Website für mich unverzichtbare Wissensdatenbank und eine ganz persönliche Zeitreise…

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Gallerie: die Blog-Chronologie

Nachdem der Internet-Auftritt zunächst als Website + Blog aufgesetzt war, erweiterte ich ihn im Januar 2018 um eine Webbook-Funktionalität, eine Art eBook in Form einer geführten Tour durch die Webseiten. Und wer weiß: vielleicht ist das ja die Basis, um irgendwann ein echtes Buch herauszugeben?

Da ich mit der Zeit über das Kontakt-Formular und die Kommentar-Funktion doch die eine oder andere Frage gestellt bekam, erweiterte ich meinen Webauftritt im Juli 2018 um ein Forum und im August 2018 um eine eigene Facebook-Gruppe.

So nimmt die Dokumentation inzwischen fast den gleichen Stellenwert wie mein Garten ein – zumindest vom Zeitaufwand her…

Vision

Anlaufstelle

‚DER EXOTENGÄRTNER‘ soll DIE Anlaufstelle werden für alle, die exotische Pflanzen in den rauen Gegenden Deutschlands dauerhaft ausgepflanzen wollen.

Mission

Animation

Falls Du gerade über eine Neugestaltung Deines Gartens nachdenkst, würde ich Dir mit ‚DER EXOTENGÄRTNER‘ gerne neben der klassischen Gartenbepflanzung eine alternative Form der Gartengestaltung aufzeigen. Vielleicht schaffe ich es ja, ein erstes zartes Exotenpflänzchen in Deinem Kopf zu verankern?

Inspiration

Ganz besonders freuen würde es mich, wenn ich Dich mit ‚DER EXOTENGÄRTNER‘ schließlich für das Exotenhobby begeistern kann, wenn Du auch Lust hast auf einen Anders-Garten mit exotischen Pflanzen, auf das Gärtnern im klimatischen Grenzbereich, auf einen Garten, der – entsprechend in Szene gesetzt – zum langen Verweilen einlädt.

Information

Damit die Exotenbegeisterung bei Dir nachhaltig anhält, soll ‚DER EXOTENGÄRTNER‘ vorallem als Informationsplattform speziell für Exotengärtner in den rauen Gegenden Deutschlands fungieren, vorzugsweise aus Regionen der Winterhärtezone USDA6b/7a, wie es sie insbesondere in Bayern und Thüringen gibt. In der Hoffnung, dass sich der Exoteneinstieg für Dich etwas einfacher gestaltet als bei mir…

Wie dem auch sei… Dir auf alle Fälle ganz viel Spaß beim Stöbern. Auf einen regen Austausch!


4 comments on “Der Gartenblog: was soll das? Mein Münchner Exotengarten 500m über NN
  1. Marc sagt:

    Hi Tom,
    bin im Netz auf Deine Seite gestoßen. Find ich echt gut, mit wieviel „Herzblut“ Du Deinen Auftritt und die damit verbundene Doku Deines Gartens gestaltet hast. Weiter so…., ich weiß aus eigener Erfahrung, dass unsere Exoten in unserem Klimabereich viel Zuwendung und Erfahrung benötigen.
    Ich selber experimentiere seit über 25 Jahren mit Auspflanzungen exotischer Pflanzen und meine Erfolge sind meistens zuerst mal mit herben Rückschlägen gekrönt worden. Man lernt durch seine Niederlagen!
    Viele Versuche gibt man dann doch auf, weil man sich eingestehen muss, das wir in bestimmten Klimazonen nur mit extrem viel Aufwand eine Pflanze gerade mal so am Leben erhalten kann und sie dann nach Jahren doch aufgibt. Eines kommt uns allen aber entgegen, unser Klima verändert sich und durch die milden Winter und die trockenen und sehr warmen Sommer, werden wir in 10-15 Jahren Mediterranes Wetter in Deutschland erwarten können. Also, allen, die dieses wunderschöne Hobby pflegen, gibt es doch gute Aussichten unser kleines und eigenes Paradies zu erschaffen! Gerade in Zeiten, wo wir wieder Rückzugsorte suchen und genießen.
    Gruß Marc

    • tom sagt:

      Hi Marc,
      vielen Dank für die netten Worte.
      Was uns offenbar alle verbindet, ist die Leidenschaft für dieses tolle Hobby. Und jede echte Leidenschaft schafft natürlich auch mal Leiden. Trotzalledem überwiegt die Freude. Sonst hätte ich nach inzwischen über 9 Jahren längst aufgegeben und Du nach 25 Jahren sowieso.
      Ja, die Suche nach Rückzugsräumen ist nicht zuletzt dank Corona wieder sehr aktuell. Mir ist aber auch bewusst, dass ein Rückzugsraum in Form eines Gartens ein Privileg ist, was leider nicht allen zuteil wird, gerade bei uns im teuren München. Von daher empfinde ich für mein Gartenglück eine große Dankbarkeit.
      Liebe Grüße
      Tom

  2. Marc sagt:

    Hi Tom,
    Danke für Dein nettes Feedback! Ja, Du hast recht, es ist ein Privileg einen eigenen Garten zu besitzen und auch ich bin sehr dankbar in meinem „kleinen Paradies“ (hier in Weißenburg) leben zu dürfen und ich genieße jeden Tag mit der Natur.
    Ich werde versuchen, in den Foren meine Erfahrungen bei Bedarf mit einfließen zu lassen.
    Da ich 2012 neu gebaut habe, wurde mein Garten von mir neu angelegt.
    Neben der Vielfalt an Trachycarpus Arten, mit denen ich schon experimentiert habe, kann ich vielleicht etwas behilflich sein.
    Seit 2 Jahren ist eine Sabal minor im Garten ausgepflanzt,
    die den ersten Winter etwas gezickt hat, aber sich doch ganz gut etablierte.
    Seit 2016 stehen 3 Cypressus sempervirens totem (Mittelmeerzypressen) mit einer jetzigen Höhe von 3.30 m in meinem Garten.
    Im gleichen Jahr pflanzte ich eine Poncirus trifoliata (Bitterorange),
    die von einem kleinen gekauften Pflänzchen bereits eine stattliche Größe von gut 2 m Höhe und 1.50 m Breite erreicht hat und bereits Früchte produziert hat.
    Ein Auspflanzversuch 2016 mit der Indianerbanane „Sunflower“ scheiterte im ersten Winter an den kalten Temperaturen. Im Jahr 2017 ein neuer Versuch mit der Sorte „Asimina triloba Prima 1216“.
    Diese Sorte erwies sich als besonders robust und hat 2018 bereits große eßbare Früchte getragen.
    2017 habe ich eine Rhapidophyllum hystriks eingepflanzt,
    sie wächst extrem langsam aber entwickelt sich prächtig.
    2020 war das Pflanzjahr meiner Olea europaea. Diese Pflanze stand seit 2011 im Kübel und ist in unserem Klima, leicht geschützt, jeden Winter im Freien gestanden. Jetzt bekam sie nach langen Jahren einen Platz in unserem Garten. Auch sie hat letztes Jahr viele Früchte getragen.
    2020 wird ein neue Pflanze unseren Garten bereichern, eine „Punica granatum kazake“. Bin gespannt, wie die Pflanze sich bei uns wohlfühlt.

    Dir lieber Tom, eine gute Zeit und liebe Grüße
    Marc

    • tom sagt:

      Lieber Marc,
      beim Exotengärtnern geht es ja darum, möglichst gut an das jeweilige Klima angepasste Schutz- + Pflegemaßnahmen für den eigenen Garten zu entwickeln. Pauschalrezepte sind hier meines Erachtens maximal ein erster Anhaltspunkt. Von daher lebt unser Hobby davon, dass man sich bzgl. des Erfahrungswissens unter unterschiedlichen, klimatischen Bedingungen austauscht.
      Weißenburg scheint ja klimatisch noch eine Ecke anspruchsvoller als München. Von daher würde ich mich ungemein freuen, wenn Du Dein langjähriges Wissen hier einbringst. Gerne kannst Du hier auch Gastbeiträge beisteuern. Da würden wir sicher einen Weg finden… Gemeinsame Pionierarbeit quasi. Auch Fotos aus Deinem Garten würden mich natürlich sehr interessieren: https://www.exotengaertner.de/deutschlands-exotengaerten/
      Was die Experimentierfreude betrifft, scheinen wir auf alle Fälle sehr ähnlich zu ticken. Schön, dass man damit nicht alleine ist… 🙂
      Einen schönen Tag wünsche ich Dir
      Tom

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