Guerilla Gardening? Me too! Exotengarten-Philosophien

Nach Urban Gardening ist nun seit geraumer Zeit Guerilla Gardening groß angesagt. Warum mir das Guerilla Gardening als Exotengärtner besonders gut gefällt…

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Guerilla-Gardening: halb-legales Gärtnern auf fremdem Grund

Beim Guerilla Gardening geht es eigentlich um das Gärtnern auf Flächen, die einem nicht gehören. Hierbei kann es sich um öffentlichen oder auch privaten Grund handeln.

Ursprünglich als stiller politischer Protest gedacht, hat sich das Guerilla Gardening mittlerweile zum Trend für die urbane Verschönerung gemausert: wenn die Gemeinden sich nicht um die Begrünung unserer grauen Beton-Städte kümmern, dann nehmen wir das eben selbst in die Hand.

Guerilla Gardening fängt bereits damit an, dass man ein paar Samen ‚zufällig‘ an einer bestimmten Stelle fallen lässt. Wer eine größere Guerilla-Aktion starten möchte, nutzt z.B. (aktuell stark in Mode befindliche) Seedbombs und verwandelt so bei Erfolg gleich eine ganze Verkehrsinsel in ein Blütenmeer.

Exotengärtnern: halb-legales Gärtnern im eigenen Garten?!?

Wenn man sieht, wie selbst in Privatgärten mehr + mehr Vorschriften zur Begrünung gemacht werden, dann wird klar: der eigene Garten ist kein rechtsfreier Raum. Was grundsätzlich auch gut ist.

Im Zuge des Volksbegehrens ‚Artenschutz: Rettet die Bienen‘ (2019) sind nun leider auch exotische Pflanzen ein stückweit ins Kreuzfeuer geraten: invasive exotische Pflanzen verdrängen einheimische Pflanzen und damit auch einheimische Insekten. Unsere Insekten mögen offenbar nur den Nektar einheimischer Pflanzen. Kleine Randnotiz: wie absurd, dass zum Erhalt der heimischen Arten-VIELFALT exotische Arten ‚Einreiseverbot‘ bekommen.

Als Exotengärtner stellt man sich daher durchaus die Frage, ob das Exoten-Hobby noch zeitgemäß ist bzw. wie lange das ganze noch legal ist.

Ehrlicherweise sehe ich das Thema persönlich nicht ganz so kritisch:

a. Auch exotische Pflanzen sind sehr wohl beliebtes Anflugziel einheimischer Insekten. Das erlebe ich in meinem Garten jeden Sommer immer wieder aufs Neue.

b. Klimawandel ist unvermeidbar mit einer veränderten Flora verbunden. Viele einheimische Pflanzen bekommen schon jetzt Probleme mit unseren heissen + vorallem viel zu trockenen Sommern.

c. Gewisse dürreverträgliche exotische Pflanzen wären aus diesem Grund schon heute im Sinn der Nachhaltigkeit sinnvoller, da sie weniger bewässert werden müssten (vgl. auch: Nachhaltiges Exotengärtnern).

Guerilla-Gardening: Me too!

Was mir am Guerilla Gardening besonders gut gefällt, ist die Möglichkeit, Pflanzen sprechen zu lassen und so ein Zeichen zu setzen.

Mir persönlich ist Toleranz in allen Lebenslagen immer schon eminent wichtig gewesen. Ich liebe fremdländisches Essen, mache gerne Urlaub in fernen Ländern, toleriere fremde Kulturen + Religionen und liebe – um zum Thema zu kommen – eben auch exotische Botanik (vgl. auch: Exotik als Lebensmotto).

Möge mein Exotengarten daher als Symbol für Toleranz stehen, als stiller Protest gegen Fremdenhass und die Unterdrückung von Minderheiten.

Guerilla Gardening? Me too.


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