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Anlage eines Exotenbeetes Exotengarten-KnowHow

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    Möchte man ein Exotenbeet anlegen, so erfordert dies eine gute Planung. Material + Aufwand sind selbst bei kleinen Beeten nicht zu unterschätzen.

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    Exotenbeet
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    Bepflanzung

    Idealerweise macht man sich vor Anlage des Exotenbeetes Gedanken bzgl. der Bepflanzung. Je ähnlicher sich die angedachten Pflanzen bzgl. ihrer Kulturanforderungen sind, umso besser kann man das Beet auf die Pflanzen ausrichten und umso einfacher gestaltet sich anschließend Schutz und Pflege der Pflanzen.

    Standort

    Pflanzenwahl und Standort im Garten sollten in etwa zusammenpassen.
    Kommen die angedachten Pflanzen mit einem vollsonnigen Platz zurecht oder benötigen sie eher einen halbschattigen oder gar schattigen Platz? Strebt man eine Mischbepflanzung an, so ist der schattigere Standort vermutlich die bessere Wahl. Hier werden die Sonnenanbeter zwar weniger üppig blühen und die Früchte ggf. nicht ausreifen. Aber anders herum werden die sonnenempfindlichen Pflanzen am vollsonnigen Standort vermutlich gar nicht überleben.
    Plant man (auch) nässeempfindliche Exoten für sein Beet, so wäre ein abschüssiger Standort geeignet, wo überschüssiges Wasser wegrinnen kann. Und ein windgeschützter Standort ist immer eine gute Wahl.

    Bodenart

    Die richtige Bodenart ist gerade beim Exotenbeet eminent wichtig.
    Viele Exoten (wie z.B. Kakteen, Yuccas, Agaven) sind eher nässeempfindlich und sollten entsprechend in gut durchlässigem Boden gepflanzt werden. Das ist insbesondere im Winter ganz entscheidend, wo solche – selbst extrem frostharten – Exoten andernfalls schnell vergammeln und sterben. Schwere Gartenerde sollte man zu dem Zweck mit 1/3 bis 2/3 mineralischen Bestandteilen (Kies, Schotter, Sand) verbessern. Reine Sandböden sollte man zumindest mit 1/3 Gartenerde aufbessern.
    Auf der anderen Seite gibt es auch einige sehr durstige Exoten (wie z.B. Musa basjoo, Trachycarpus fortunei), die eher wasserspeichernden Boden wünschen.
    Möchte man das Beet mit Exoten mit sehr unterschiedlichen Ansprüche bepflanzen, so muss man sich entscheiden, ob man einen eher durchlässigen Boden wählt, wo man dann die durstigen Exoten im Sommer besonders extensiv bewässern muss oder ob man einen eher wasserspeichernden Boden wählt, wo man die nässeempfindlichen Exoten insbesondere im Winter gut vor erhöhtem Nässeeintrag schützen muss.

    Bodenabdeckung

    Exotenbeete werden häufig ca. 3–5cm hoch mit grobem mineralischem Material (z.B. Lavastein oder Kies) abgedeckt.
    Das Gestein speichert Sonnenwärme und gibt diese nach Sonnenuntergang an den Boden ab. Dunkles Gestein ist hier besonders geeignet.
    Schöner Nebeneffekt: die Gesteinsschicht minimiert auch den Unkrautwuchs. Möchte man den Effekt noch verstärken, kann man z.B. 2-3 Lagen Unkraut-Vlies unter der Gesteinsschicht verlegen.

    Beet-Gestaltung

    Oftmals werden im Beet größere Steine oder kleine Felsbrocken platziert. So wirkt das Beet nicht nur authentischer, sondern verschafft kleineren Pflanzen ggf. auch ein besonders günstiges Mikroklima, z.B., weil ein kleiner Felsvorsprung der Pflanze als Nässeschutz oder Schattenspender dient.
    Gelegentlich werden Exotenbeete auch mit zusätzlichen Accessoires wie alten Tierschädeln o.ä. ‚aufgewertet‘. Ich persönlich mag das nicht so.
    Stattdessen beleuchte ich meine Beete gerne mit Leuchten und Strahlern. So kann man die Pflanzen nachts wunderbar in Szene setzen.