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Cactaceae: Pflege Kaktus

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    Während der Vegetationsphase kann man bei Kakteen nur den Fehler machen, dass man sie überwässert oder überdüngt. Weniger ist hier mehr!

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    ALLGEMEIN

    Muss man sich normalerweise – wenn es längere Zeit in den Urlaub geht – für die Garten-Bewässerung eine Urlaubsvertretung besorgen, so kann man Kakteen auch in heissen, längeren Dürrephasen problemlos sich selbst überlassen.

    DÜNGUNG

    Gedüngt werden sollte ca. alle 4 Wochen, allerdings nur in der Zeit von März bis Ende Juli, idealerweise mit einem schwach-dosierten kalkhaltigen Kakteendünger oder einem organischen Dünger, bei dem das Risiko des Überdüngens gering ist. Feigenkakteen sollten öfter gedüngt werden, da sie den Boden stark auslaugen.
    Wenn Kakteen sich im Herbst ins rotbraune verfärben und schrumpfen, ist dies das Zeichen, dass sich der Kaktus auf den Winter vorbereitet und Frostschutzstoffe bildet. Ab nun sollte man keinesfalls mehr düngen / gießen und einen Kälte- und Nässeschutz installieren, sofern erforderlich.

    BEWÄSSERUNG

    Ausgepflanzte Kakteen benötigen i.d.R. keine Bewässerung, auch bei der Auspflanzung nicht, da andernfalls Fäulnisgefahr besteht. Maximal während der Fruchtbildung im späten Sommer kann eine zusätzliche Bewässerung sinnvoll sein.
    Zeigt der Kaktus Anzeichen von Wassermangel, sollte einmalig ausgiebig bewässert werden, idealerweise aber nur zwischen April und August.

    SCHNITT

    Ein Schnitt ist bei Kakteen nicht üblich. Möchte man Kakteen verkleinern, so sollte man die Triebabschnitte an den Ansätzen abtrennen. Keinesfalls sollte man Triebabschnitte durchschneiden.

    VERMEHRUNG

    Kakteen lassen sich vegetativ sehr einfach über Stecklinge vermehren. Dazu schneidet man einen Trieb vollständig ab, lässt ihn ein paar Wochen bei Zimmertemperatur trocknen (insbesondere die Schnittstelle muss vollständig abgetrocknet sein, ansonsten drohlt Fäulnis) und setzt ihn dann – mit der Schnittfläche nach unten – aufrecht in ein Sand-Erdgemisch. Innerhalb von 4 Wochen entwickeln die meisten Kakteen daraufhin bereits Wurzeln.
    Auch die generative Vermehrung über Samen ist möglich. Die meisten frostharten Kakteen sind Frostkeimer. Um die Keimung zu beschleunigen, sollte man die Samen-Schale mit Schmiergelpapier leicht anrauen. Der Samen wird anschließend in ein feuchtes Tuch gewickelt und mehrere Wochen in der Tiefkühltruhe gelagert, bis es zur Keimung kommt. Möchte man Samen direkt in der Erde zum Keimen bringen, ist zu beachten, dass fast alle Kakteen Lichtkeimer sind. Aus diesem Grund sollte der Samen nur ganz leicht in die Erde gedrückt werden.