Zum Inhalt springen

Winterschutz in Zeiten der Energiekrise? Mein Münchner Exotengarten 500m über NN

    SHARE:

    Winterschutz von exotischen Pflanzen in Zeiten der Energiekrise? Mit der Beheizung wirds vermutlich schwierig…

    Energiekrise im Herbst 2022

    Der schreckliche Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine lässt einen sprachlos zurück. Und ein Ende des Krieges ist weit + breit nicht in Sicht… Fürchterlich!
    Auf die westlichen Sanktionen reagiert Russland und drosselt Gas- + Öllieferungen, droht mit dem kompletten Lieferstop.
    Kein guter Zeitpunkt, wo man sich doch über das Pariser Klimaabkommen seit 2015 weltweit auf ambitionierte und dringend erforderliche CO2-Ziele vereinbart hat und seither entsprechend Kohle- + Atomkraftwerke sukzessive abschaltet.

    Leider schreitet der dazu erforderliche Ausbau neuer, nachhaltiger Energiequellen (Sonne, Wind) nur langsam voran. Stattdessen verlieren wir uns in poltischen Schuldzuweisungen und Diskussionen über erforderliche Mindest-Abstände von Windkrafträdern zu Wohngegenden.
    Und so befinden wir uns seit Herbst 2022 in einer handfesten Energiekrise.

    Konsequenzen der Energiekrise

    Die Energiepreise explodieren seither. Die Gaspreise liegen aktuell etwa 6x so hoch wie vor 1 Jahr, die Strompreise 2x höher und die Benzinpreise etwa 1.5x höher.
    Die Politik mahnt, man möge Energie sparen, weniger duschen, weniger heizen. Andernfalls droht diesen Winter der komplette Blackout.
    Sozialer Unfrieden ist vor-programmiert. Viele Menschen und Betriebe werden sich das nicht mehr leisten können. Kaum vorstellbar. Vor den nächsten Wahlen wird mir schon Angst und bange…

    Konsequenzen für meinen Exotengarten

    Der nächste Winter steht vor der Tür und damit auch der Winterschutz für meine Exoten.
    Ein Blackout würde ziemlich sicher das Ende vieler meiner Exoten bedeuten. Ohne Beheizung können sie einen durchschnittlichen bayrischen Winter nicht überleben.
    Aber auch ohne Blackout wird es ’spannend‘: was wird die Beheizung der Exoten kosten? Was, wenn es ein besonders harter Winter wird? Wird es ggf. dahingehende Regulationen geben? Und was ist – neben dem finanziellen Schaden – moralisch vertretbar?
    Was kann ich also diesen Winter tun, um den Energieverbrauch beim Winterschutz meiner ausgepflanzten Exoten in Grenzen zu halten? Ein effektiver, gut-isolierender Passivschutz ist natürlich Pflicht. Und über eine temperaturgesteuerte Beheizung sorge ich dafür, dass Pflanzen wirklich erst nahe ihrer Frosthärte-Grenze beheizt werden. Theoretisch könnte man einzelne Pflanzen auch über Grab-Kerzen beheizen. Aber das ist mir dann doch etwas heikel…
    Was bleibt?
    Die Hoffnung auf Frieden, auf ein ganz baldiges Ende dieses Krieges, auf einen milden Winter, vorallem für diejenigen unter uns, die sich derart hohe Energiekostenrechnungen einfach nicht leisten können. Aber natürlich hängt mein Herz auch an meinen Exoten, die ich nun z.T. seit über 11 Jahren bei mir im Garten hege und pflege und wo ich hoffe, dass auch sie den Winter in der Energiekrise überleben. Man möge es mir nachsehen…