Freilandhaltung vs. Kübelhaltung von Exoten Exotengarten-KnowHow

Die Frage, ob man eine Pflanze im Kübel hält oder auspflanzt, hat weitreichende Konsequenzen, nicht nur beim Winterschutz.

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Allgemein

Jede Pflanze hat bestimmte Grundbedürfnisse, die sich aus den Bedingungen an ihrem Naturstandort ableiten. Die optimale Pflanzenhaltung sorgt dafür, dass diese Bedürfnisse auch am Pflanzstandort gewährleistet sind. Insbesondere bei exotischen Pflanzen stellt das eine besondere Herausforderung dar. Eine wesentliche Frage ist hierbei, inwieweit man die Pflanzen dauerhaft im Garten auspflanzt oder doch besser im Kübel hält.
Freiland- + Kübelhaltung unterscheiden sich im Prinzip in 2 Aspekten:

  • fester vs. flexibler Standort für die Pflanze
  • unbegrenzter vs. begrenzter Lebensraum für die Pflanze

Alles weitere leitet sich hieraus ab.

Auspflanzung

Jede Pflanze hat bestimmte Grundbedürfnisse, die sich aus den Bedingungen an ihrem Naturstandort ableiten. Die optimale Pflanzenhaltung sorgt dafür, dass diese Bedürfnisse auch am Pflanzstandort gewährleistet sind. Insbesondere bei exotischen Pflanzen stellt das eine besondere Herausforderung dar. Eine wesentliche Frage ist hierbei, inwieweit man die Pflanzen dauerhaft im Garten auspflanzt oder doch besser im Kübel hält.
Freiland- + Kübelhaltung unterscheiden sich im Prinzip in 2 Aspekten:

  • fester vs. flexibler Standort für die Pflanze
  • unbegrenzter vs. begrenzter Lebensraum für die Pflanze

Alles weitere leitet sich hieraus ab.

Standort
Da Freilandpflanzen i.d.R. genau 1x gepflanzt werden, ist die Wahl eines geeigneten Standortes eminent wichtig: schattiger oder sonniger Platz? Windgeschützt? Nässegeschützt? Hausnähe erforderlich? Platzbedarf in den nächsten Jahren?
Bei Kübelhaltung spielt das alles i.d.R. keine Rolle, da man den Standort meist recht einfach flexibel anpassen kann.
Kübelgröße
Dagegen spielt die Topfgröße + -form bei Kübelkultur eine große Rolle.
Das wiederum ist kein Thema bei Freilandkultur.
Substrat / Drainage
Bei Kübelpflanzen spielt auch die Wahl eines geeigneten Substrats eine entscheidende Rolle. So kann man über eine Drainageschicht + Abzugslöcher z.B. gezielt Staunässe vermeiden.
Bei Freilandhaltung gestaltet sich das Thema etwas schwieriger: auch hier kann man das Pflanzloch zwar mit geeignetem Substrat auffüllen. Irgendwann erreichen die Wurzeln aber zwangsläufig tiefere, nicht mehr aufbereitete Erdschichten. Eine Drainage funktioniert hier aber nur, wenn man das Wasser im Erdboden in andere Bodenbereiche umleiten kann. Das ist nicht trivial.

Schutz + Pflege

Bewässerung
Die Bewässerung von Kübelpflanzen ist i.d.R. gut steuerbar. Wenn die Pflanze Durst hat, wird gegossen. Wenn der Boden zu feucht ist, schränkt man das Bewässern einfach ein und stellt den Topf zur Not irgendwo regengeschützt unter.
Bei Freilandhaltung ist das nicht ganz so einfach. Wenn es regnet, bekommt die Pflanze ggf. auch mal zuviel Wasser ab. Wenn es lebensbedrohlich wird, kann man natürlich ein Regendach zum Schutz installieren. Wenn man das öfter in der Saison tun muss, kann das ggf. mit ganz schön Aufwand verbunden sein.
Düngung
Da das Substrat von Kübelpflanzen nach gewisser Zeit ausgelaugt ist, benötigen diese in gewissen Abständen eine Düngung.
Im Garten sorgen Mikroorganismen durch Zersetzung abgestorbener Pflanzenreste und kleiner Tiere laufend für Nährstoffnachschub. Wenn man seine Beete allerdings sehr steril hält, sollte man auch hier gelegentlich düngen.
Schutz
Kübelpflanzen kann man im Winter auch im Haus, im Keller, in der Garage oder einer Gartenhütte frostgeschützt überwintern (siehe: Überwinterung im Winterquartier). Klingt einfach, ist es aber nicht: sind ‚unnatürliche‘ Lichtverhältnisse, Temperatur + Luft-Feuchtigkeit pflanzenspezifisch nicht im Einklang, kommt es zu Problemen (Blattfall, Pilzbefall, …).
Möchte man Kübelpflanzen draussen überwintern, droht vorallem Frosttrocknis: der Pflanzkübel friert durch und die Pflanze vertrocknet.
Immer wieder liest man, man solle Kübelpflanzen eine Styroporplatte unterlegen. Das ist meist eher kontraproduktiv. Dazu muss man wissen: Kälte kommt immer von oben (aus dem All) und nicht von unten (aus dem Erdreich). Der Erdboden profitiert von der Erdwärme und fungiert so wie eine schwache Heizung. Legt man dem Kübel nun eine isolierende Styroporplatte unter, so kann der Kübel nicht von der Erdwärme profitieren. Auch, wenn der Kübel auf Fliessen steht, macht eine Styroporplatte wenig Sinn, da die Fliessen ja auch nicht kälter als die Lufttemperatur sind. Styroporplatten machen also nur Sinn, wenn man den Kübel separat beheizt und über die Platten verhindert, dass die Wärme nach unten abstrahlt.
Möchte man Pflanzen im Freien überwintern, ist die dauerhafte Auspflanzung im Garten daher i.d.R. besser: der Erdboden friert einfach viel langsamer (+ auch nur bis zu einer bestimmten Tiefe) durch als ein Pflanzkübel.

Mangelerscheinungen + Krankheiten

Manche Mangelerscheinungen + Krankheiten wie z.B. Wolllaus-Befall oder Blattfall basieren vielfach auf schlechten Licht- oder Luftfeuchtebedingungen und sind daher typisches Ergebnis einer falschen Inhouse-Haltung von Kübelpflanzen.
Auf der anderen Seite sind Freilandpflanzen z.B. Tierangriffen von Wühlmäusen oder Schnecken ausgesetzt.

Fazit

Die Entscheidung, ob man eine Pflanze dauerhaft im Garten auspflanzt oder doch lieber im Kübel hält, hat massiven Einfluss auf die Pflanze und deren Wachstum. Und bei Schutz + Pflege der Pflanze wird der Gärtner z.T. vor völlig andere Herausforderungen gestellt.
Da ich mich in meinem Garten ganz bewusst für dauerhaft im Garten ausgepflanzte exotische Pflanzen entschieden habe, sind Tipps + Anregungen in diesem Blog nicht oder nur sehr bedingt auf die Kübelhaltung von Pflanzen übertragbar.

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