Dicksonia antarctica: Pflege Australischer Taschenfarn

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Der australische Baumfarn benötigt selbst im Schatten viel Wasser + Dünger + belohnt das mit exotischem Aussehen + ausladenden Wedeln.

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Taschenfarn
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DÜNGUNG

Der australische Taschenfarn sollte zwischen April und September ausgiebig gedüngt werden, um viele, sattgrüne, große Wedel zu produzieren und schneller zu wachsen, idealerweise mit einem stickstoffbetonten Volldünger (z.B. mit Grünkorn Universaldünger). Da der Stamm des Baumfarns mit Wurzeln überzogen ist, empfiehlt sich das Düngen über (aber möglichst nicht in) den Stamm. Andernfalls drohen Verbrennungen. Düngt man über den Stamm, so kann man die empfohlene Dosierung auch etwas erhöhen.

BEWÄSSERUNG

Baumfarne benötigen gerade im Sommer eine intensive Bewässerung. Andernfalls führt dies schnell zu einem limitierten Wachstum: der Stamm verjüngt sich, die Wedel werden kürzer und die Wedelbasen dünner. Dieses Rückwärtswachsen ist nur bis zu einem gewissen Grad reparabel.
Um ein vitales Wachstum zu gewährlisten, darf ein Baumfarn (vorallem der wurzelüberzogene Stamm) niemals austrocknen. Er muss kontinuierlich stark bewässert werden, möglichst mit kalkarmem Wasser, idealerweise Regenwasser, auch immer mal wieder im Winter, falls möglich.
Bei der Bewässerung des Baumfarns empfiehlt sich wie beim Düngen das Wässern des äußeren Stamms, so dass sich das Faser-Gewebe des Stamms mit Wasser ‚vollsaugen‘ kann. Insbesondere unterhalb der Wedelenden sollte gewässert werden, da hier Wurzeln gebildet werden, die direkt die Wedel versorgen. Auch die Wedel mögen Wasser. Das Gießen direkt in die Wachstumsöffnung sollte im Winter vermieden werden.
Bilden die Wurzeln am Stamm oder in der Wachstumsöffnung insbesondere zwischen Juli und September vereinzelt kleine Blättchen, so ist dies ein gutes Zeichen, dass der Baumfarn ausreichend bewässert wird.

SCHNITT

Der Schnitt sollte sich auf das Abschneiden vollständig vertrockener, brauner Wedel beschränken.

VERMEHRUNG

Baumfarne gehören zu den Gefäßsporenpflanzen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der deutsche Botaniker Wilhelm Hofmeister (1824 – 1877), dass sich Farne über Sporen vermehren. Bis dahin war den Menschen die Vermehrung der Farne ein Rätsel, da dem Farn Blüten und Früchte zur Fortpflanzung fehlen. Zur Vermehrung bilden sich auf der Unterseite der Farnwedel kleine, ungeschlechtliche Sporenkapseln, die bei trockenem Wetter aufreißen und die Sporen herausschleudern. Die Sporen sind – anders als bei Samen, die aus befruchteten Blüten entstehen – zunächst unbefruchtet. Bei günstigen Standort-Bedingungen keimen die Sporen und bilden einen kleinen Vorkeim. Auf dem Vorkeim bilden sich dann – wie bei Moosen – weibliche und männliche Geschlechtszellen. Die männlichen Geschlechtsteile können die Eizellen der weiblichen Geschlechtsorgane nur schwimmend erreichen, sind daher auf ein feuchtes Umfeld angewiesen.
Möchte man Baumfarne manuell vermehren, müssen die an der Blattunterseite der Farnwedel in Gruppen angeordneten Sporenkapseln per Hand abgestreift werden. Zum Kultivieren benötigt man (mit etwas Sand versetzte) Anzuchterde oder Kokosfaser. Die Sporen werden auf die Oberfläche des Substrats gestreut und leicht eingedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt. Das Substrat muss sehr feucht gehalten werden. Das Anzuchtgefäß sollte an einem hellen Ort (ohne direkte Sonneneinstrahlung) bei ca. 15-20° aufgestellt werden. Es sollte mit durchsichtiger Folie abgedeckt und regelmäßig gelüftet werden. Die Keimzeit beträgt i.d.R. 1 bis 2 Monate.
Alternativ lassen sich Dicksonia auch per Kopfsteckling vermehren (was bei Farnen der Gattung ‚Cyathea‘ i.ü. nicht funktioniert).

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