Exotengarten-Saison 2014/15 Mein Münchner Exotengarten 500m über NN

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In meiner 4. Exotensaison 2014/15 packt mich das Exotenfieber so richtig. So pflanze ich u.a. meine 1. Palme + einige exotische Obstsorten aus.

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Mai 2014

Nachdem unsere alte Mauer Richtung Osten kurz vor dem Einsturz steht, lassen wir eine neue Mauer bauen, wieder mediterran angehaucht, weiss gestrichen und mit roten Dachziegeln abgedeckt.

Juni 2014

Anfang Juni zieht meine 1. Trachycarpus Fortunei, eine chinesische Hanfpalme, mit einer Stammhöhe von ca. 50cm in meinen Garten ein. Wir haben sie im Münchner Norden bei Tobias Spanner (Palme per Paket) für stolze 150€ erstanden. Soviel habe ich noch nie für eine Pflanze ausgegeben. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich diese schöne Palme über den Winter bringe…
Wenig später pflanze ich auch meine erste Musa Basjoo (als 10cm-Gewächs) aus, eine japanische Faserbanane. Jetzt wird es aber wirklich exotisch in meinem Garten!

Juli 2014

Im Juli pflanze ich eine Passiflora caerulea – eine blaue Passionsblume – relativ geschützt an einem Holzzaun aus. Die Pflanze kommt bereits als grosse Kletterpflanze an, ist aber im ersten Jahr stark mit dem Ankommen beschäftigt. Wachstum findet quasi nicht statt.

August 2014

Meine Magnolia ‚Genie‘ – eine Kreuzung aus einer Tulpen-Magnolie und einer Purpur-Magnolie ‚Nigra‘ – erlebt inzwischen den 3. Sommer (Pflanzung: 2012) in meinem Garten. Sie erreicht dieses Jahr ein für Magnolien tolles Wachstum von knapp 30cm, hat sehr viele, kräftige Blätter und bildet erstmals im August (eigentlich die Nachblüte-Zeit) 3 Blüten.

Oktober 2014

Die Musa basjoo ist nach kurzer Eingewöhnung bereits im ersten Sommer richtig gut angewachsen und erreicht in dieser Saison eine Höhe von ca. 80cm.
Der anfangs so kümmerliche Fargesia Spez. Jiuzhaigou hat sich diese Saison i.ü. prächtig entwickelt. Er ist übervoll mit Halmen, die z.T. schon die 3m-Marke reissen.
Ende Oktober wird die Trachycarpus fortunei für den Winter vorbereitet: eine Kokosmatte und Mulch im Wurzelbereich, Jutefilz um den Stamm, ein Schutzbau (der bei entsprechenden Minusgraden mit Vlieshaube oder Luftpolsterfolie geschlossen werden kann) und 2 Thermostat-gesteuerte Heizkabel (eins im Wurzelbereich, eins im Stamm- / Wedelbereich). Beim Schutzbau habe ich mich für ein nicht ganz günstiges, aber gut durchdachtes, erweiterbares Winterschutz-Gestell von palmen-winterschutz.de entschieden. Als Thermostat kommen ich die beliebten UT-200 (Universalthermostate) von ELV zum Einsatz. Und zur Beheizung nutze ich Dachrinnen-Heizkabel von Voss.eisfrei.
Für den Winter kürze ich außerdem die Musa basjoo auf ca. 40cm Scheinstamm ein, umbaue sie mit Hasenstallgitter, fülle den Innenbereich ca. 50cm hoch mit Mulch auf und decke den Schutzbau mit einem Regentonnendeckel ab. Zur Sicherheit lege ich ein selbstregulierendes Heizkabel in den Schutzbau.
Die Passiflora caerulea schneide ich radikal auf ca. 15cm zurück und mulche den Wurzelbereich großzügig.

März 2015

Am 07.03.15 wird die Trachycarpus fortunei vollständig vom Winterschutz befreit. Zur großen Freude hat die Palme ihren 1. Winter im Freiland überraschend gut überstanden.
Zeitgleich befreie ich die Musa basjoo vom Winterschutz. Der Scheinstamm ist nach dem Winter äußerlich vertrocknet. Mittig ist aber saftiges Grün zu erkennen.
Und die Asimina triloba hat auch den 2. Winter ohne Winterschutz anstandslos überstanden.

April 2015

Da es Mitte / Ende März nochmal die eine oder andere Frostnacht gibt, wird der Scheinstamm der Musa basjoo zusehends matschig, so dass ich ihn Anfang April auf Bodennähe zurückschneide. Ich war offensichtlich etwas voreilig mit dem Entfernen des Schutzbaus. Trotzdem sendet die Banane Ende April erste Lebenszeichen in Form kleiner Triebe. Sie hat den Winter offensichtlich überlebt.
Auch die anderen Exoten haben den Winter quasi ungeschützt (maximal mit etwas Mulch im Wurzelbereich) gut überstanden.

Meine Saison-Erkenntnisse

1. Es gibt Exoten, die man in Bayern ausgepflanzt durch den Winter bringen kann!
2. Geduld: Pflanzen brauchen in der Regel eine Saison zum ‚Ankommen‘.
3. Wenn immergrüne Pflanzen den Winter draussen nicht überstehen, sind sie oftmals vertrocknet und nicht erfroren. Hintergrund: über die Blätter wird laufend Feuchtigkeit abgegeben, die im Winter nicht nachgeführt werden kann, da der Boden gefroren ist (Frosttrocknis).
4. Das Anlegen des Winterschutzes für Palmen sollte man nicht nach Kalender, sondern flexibel (+ ruhig etwas mutiger) nach Wetterlage durchführen.
5. Will man bei Faserbananen den Scheinstamm über den Winter bringen, sollte man den Winterschutz erst dann entfernen, wenn sicher keine Minusgrade mehr zu erwarten sind.

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