Winterschutz von Exoten: Temperaturmessung Exotengarten-KnowHow

Beim Winterschutz von Exoten ist die korrekte Temperaturmessung essentiell. Wie + wo sollte man die Temperatur im Schutzbau messen?

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Eins ist klar: die Regeln, wo man die Temperatur bei Wetterstationen messen soll, gelten hier nicht. Bei Wetterstationen geht es nämlich um möglichst objektive / vergleichbare Messwerte, die zu diesem Zweck unter idealerweise völlig identischen Bedingungen gemessen werden. So soll die Lufttemperatur gemäß der Richtlinie ‚Automatische nebenamtliche Wetterstationen‘ vom Deutschen Wetterdienst (DWD) 2m und 5cm über dem Erdboden gemessen werden.
Beim Winterschutz von Pflanzen geht es dagegen vielmehr darum, die Temperatur genau an der Stelle zu messen, wo es einer bestimmten Pflanze am meisten ‚weh tut‘.
Worauf bei der Temperaturmessung im Winterschutz zu achten ist:

Checkliste

Nr. Regel Beschreibung
1 Temperatur am frostkritischten Pflanzenteil messen! Wenn man eine Pflanze im Winter schützen will, sollte man die Temperatur exakt da messen, wo die Pflanze am frostkritischten ist. Der frostkritischte Pflanzenteil ist der Pflanzenteil, der
a. am frostempfindlichsten
b. am schlechtesten geschützt
c. überlebenswichtig
ist.
2 Messfühler möglichst weit unten platzieren! Da sich Wärme (durch Beheizung + Sonne) im Schutzbau immer oben sammelt, ist die Temperatur im unteren Teil des Schutzbaus i.d.R. am kältesten. Idealerweise wird der Messfühler daher im Schutzbau möglichst weit unten platziert.
3 Messfühler möglichst auf der Wetterseite platzieren! Um eine Pflanze im Winter sicher vor kritischen Frosttemperaturen zu schützen, sollte man die Temperatur immer auf der Wetterseite messen, also auf der Seite, die Wind + Niederschlag hauptsächlich ausgesetzt ist.
4 Positive Temperatureffekte durch Pflanzen + Gegenstände vermeiden! Der Messfühler sollte dort platziert werden, wo die Pflanze möglichst ungeschützt durch andere Pflanzen + Gegenstände (z.B. Abwärme durch Häuser, Windschutz durch Mauern) ist.
5 Verfälschte Messwerte durch Elektronik-Nässeschutz vermeiden! Die Elektronik muss – sofern sie nicht entsprechend ausgeführt ist (mindestens Schutzklasse IPx5) – gesondert vor Wasser geschützt werden. Womöglich ist das Gerät im Schutzbau bereits ausreichend geschützt. Falls nicht, ist darauf zu achten, dass die Messwerte durch einen zusätzlichen Nässeschutz (z.B. Gefrierbeutel oder Plastikdose) nicht zu stark verfälscht wird.

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