Musa basjoo: Winterschutz Japanische Faserbanane

Da Faserbananen zu den Staudengewächsen gehören, fokussiert sich der Winterschutz in erster Linie auf das Schützen des Rhizoms.

zur Gallerie (Kompostmethode)
zur Gallerie (Styropor-Abdeckung)

Musa basjoo: Winterschutz 1
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Faserbanane - Winterschutz-Kompostmethode
Faserbanane - Winterschutz-Kompostmethode
Faserbanane - Winterschutz-Kompostmethode
Faserbanane - Winterschutz-Kompostmethode
Faserbanane - Winterschutz-Kompostmethode
Faserbanane - Winterschutz-Styroporschutzbau
Faserbanane - Winterschutz-Styroporschutzbau
Faserbanane - Winterschutz-Styroporschutzbau
Faserbanane - Winterschutz-Styroporschutzbau
Faserbanane - Winterschutz-Styroporschutzbau
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Kälteschutz

Obwohl die Faserbanane nur leichte Frosttemperaturen aushält, ist eine Freiland-Überwinterung auch in den rauen Gegenden Deutschlands möglich.
Das Rhizom einer Faserbanane verträgt kurzfristig Bodentemperaturen bis etwa -12°C. Die Scheinstämme vertragen etwa –5°C. Die Blätter sterben bereits bei erstem Frost ab.
Der Winterschutz zielt auf den Schutz des Rhizoms und optional der (eingekürzten) Scheinstämme ab. Die Blätter werden vor dem Winter abgeschnitten.
Je nach Makro- und Mikroklima benötigt man mehr oder weniger starke Kälteschutz-Methoden. Ohne Kälteschutz kommt man mittelfristig nirgends in Deutschland aus.
Beim Einkürzen der Scheinstämme ist zu beachten: im unteren Bereich bestehen ältere Scheinstämme aus weißem, stark verhärteten / verholzten Material. Dieser Bereich sollte unversehrt bleiben. Daher sollte man beim Einkürzen Minimum 15cm Scheinstamm stehen lassen. Das gilt auch im Frühjahr nach dem Auspacken, selbst wenn die Scheinstämme weit runter matschig sind.
Alternativ zum Einkürzen bietet sich auch das Ausgraben der kompletten Faserbanane mit Überwinterung z.B. im Keller an. Diese Methode ist zeit- + kostengünstiger (Material, Strom), führt aber i.d.R. zu einem leicht verringerten Wachstum der Banane in der nächsten Vegetationsphase.
leichter Kälteschutz
Leichter Kälteschutz besteht aus einem einfachen Wurzelschutz. Da die Scheinstämme den Winter so in aller Regel nicht überstehen, werden sie vor dem Winter bodennah abgeschnitten. Der Wurzelbereich wird großflächig dick mit Mulch, Laub oder auch den abgeschnittenen Bananenblättern abgedeckt. Über eine 30cm-Mulchschicht wird der Wurzelbereich bereits 2-4° wärmer gehalten. Alternativ kann man den Wurzelbereich auch mit Vlies, Styroporplatten / -kisten (siehe: Faserbanane: Winterschutz ‚Styropor-Abdeckung‘), o.ä. abdecken.
mittlerer Kälteschutz
Mittlerer Kälteschutz hat das Ziel, auch die Scheinstämme bis zu einer gewissen Höhe erfolgreich über den Winter zu bringen, um so einen Wachstumsvorsprung in der Folgesaison zu haben (siehe: Winterschutz von Faserbananen: auf die Länge kommts an?). Es wird gelegentlich behauptet, man könne eine Faserbanane bei uns nur zum Blühen + Fruchten bringen, wenn man die Scheinstämme mit wenigstens 1m Stammhöhe über den Winter bringt.
Häufig findet die sogenannte Karlsruher Kompostmethode Anwendung. Dazu umbaut man die eingekürzten Scheinstämme mit Styropor- oder Styrodurplatten, mit einem Holz-Komposter oder z.B. ganz einfach mit Maschendraht / Maschengewebe und füllt den Innenraum dicht mit Kompost und sonstigen Gartenabfällen. Die Verrottung der Materialien setzt Wärme frei. Alternativ zur ‚Karlsruher Kompostmethode‘ kann der Innenraum i.ü. auch einfach mit grobem Mulch, Stroh oder Laub gefüllt werden.
Wird es besonders kalt, kann man dem Schutzbau einen Vliessack überziehen oder ihn z.B. mit großporiger Luftpolster-Folie einwickeln, sollte dann aber immer wieder lüften, wenn es das Wetter zulässt.
starker Kälteschutz
Starker Kälteschutz erweitert den mittleren Kälteschutz um eine Beheizung, z.B. über ein temperaturgesteuertes Heizkabel, welches man innerhalb des Schutzbaus in Schleifen vom Wurzelbereich bis nach oben verlegt.

Nässeschutz

Faserbananen benötigen nur einen leichten Nässeschutz:
leichter Nässeschutz
Die Staude sollte möglichst trocken überwintert werden, da andenfalls Rhizom + Scheinstamm faulen können. Dazu deckt man den Schutzbau mit einem Deckel (z.B. Regentonnendeckel) ab. Außerdem sollte zwischen der Innenraum-Füllung und dem Regendach eine kleine Luftschicht von etwa 20cm belassen werden, um Kondenswasser zu vermeiden.
In frostfreien Phasen wird über die Wurzeln und die abgeschnittenen Scheinstämme Feuchtigkeit in den Schutzbau transportiert. Um einem Schimmeln der Stämme vorzubeugen, kann man die Scheinstämme zu diesem Zweck zusätzlich einzeln in Vlies einpacken. Gelegentlich werden die Scheinstämme überdies oben an der Schnittstelle mit feuchtigkeitsbindendem Material umhüllt (z.B. Babywindeln – kein Scherz!).

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