Xanthorrhoea: Kauf + Auspflanzung Grasbaum

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Du spielst mit dem Gedanken, einen Grasbaum im Garten zu pflanzen? Worauf bei Kauf + Auspflanzung zu achten ist…

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Australischer Grasbaum
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Kauf

Grasbäume wachsen ausschliesslich in Australien. Um den Bestand zu sichern, hat Australien seit 2006 einen Export-Stop für Grasbäume angeordnet.
Von daher gibt es Grasbäume außerhalb Australiens praktisch nur als Samen zu kaufen. Da Grasbäume aber leider extrem langsam wachsen, braucht man für die Aufzucht viel, viel Geduld. Ein 1. Stammansatz ist frühestens nach 20 Jahren zu erwarten.
Ganz, ganz selten werden auch bei uns adulte Grasbäume angeboten. Hierbei handelt es sich entweder um Bestandspflanzen, die bereits vor dem Export-Stop den Weg raus aus Australien genommen haben, oder wirklich frische Exportware. Exportiert werden – wenn überhaupt – aus dem Osten Australiens stammende Xanthorrhoea glauca. Frische Exportware erkennt man i.d.R. an einer radikal auf wenige Zentimeter zurück-getrimmten Krone und kurzen 20-30cm langen Wurzeln. Die Station Creek Tree Farm hat sich z.B. seit 2006 darauf spezialisiert, aus Rodungsarbeiten gerettete Grasbäume legal zu exportieren. Die Pflanzen haben entsprechend einen stolzen Preis.

Auspflanzung

Wenn Pflanzen in den Verkauf gehen sollen, werden ihnen – um Transportkosten zu minimieren – (oftmals große) Teile des Wurzelwerks abgestochen. Xanthorrhoea werden dann vor dem Verkauf gelegentlich noch einmal in Brand gesetzt, um anschließend diejenigen, die neue Blätter + vielleicht sogar Blütenstände (Grasbäume sind Feuerkeimer!) bilden, in Sand zu topfen + in den Verkauf zu geben. So sind sie für den Verkauf noch einmal etwas aufgehübscht: Grasbäume mit pechschwarzem Stamm (vom Abfackeln), mit frischen, neuen Blättern und imposanten Blütenständen.
Gerade der Blütenstand wird fälschlicherweise von vielen potentiellen Käufern als Zeichen der Vitalität des Grasbaums interpretiert. In der Realität wurzeln die meisten der exportierten Grasbäume nicht mehr vernünftig, leben noch eine Zeit von ihren Reserven und gehen dann sukzessive ein. Die mit Abstand besten Überlebenschancen hat man mit dem Xanthorrhoea johnsonii, der i.ü. auch eine der frosthärtesten Grasbaum-Arten ist.
Das Problem beim Umpflanzen: Xanthorrhoea haben ein von Mikroben (‚Mykorrhiza‘) umgebenes Wurzelwerk. Werden große Teile des Wurzelwerks vor dem Verkauf abgestochen, fehlt es dem Wurzelwerk an Mikroben. Ein Tipp, den ich mal gelesen habe: man soll seinen Grasbaum die ersten 2 Jahre 1x pro Monat mit einer Mischung aus 5l Wasser und 1 Tasse braunen Zucker gießen. Der Zucker soll die Mykorrhiza nähren und so das Wurzelwerk re-vitalisieren.

Standort
Grasbäume sollten möglichst voll-sonnig gepflanzt werden.
Möchte man einen Grasbaum im Haus überwintern, so empfiehlt sich ein sonniger, kühler Standort. Im Notfall funktioniert es aber auch im an einer sehr hellen Stelle im beheizten Wohnraum.
Zeitpunkt
Grundsätzlich sollte man Grasbäume im späten Frühjahr auspflanzen, damit sie vor dem 1. Winter bereits gut wurzeln können.
Die ersten 4 Wochen sollte möglichst täglich, aber wohl-dosiert gegossen werden. Anschließend sollte die Bewässerung sukzessive reduziert werden. Nach etwa 3 Monaten kann die Bewässerung bei ausgepflanzten Grasbäumen komplett eingestellt werden (bis auf mehrtägige, heisse Dürrephasen).
In den ersten 2 Jahren sollte man darüber hinaus Blütenstände direkt abschneiden, so dass der Grasbaum sich auf die Wurzelbildung fokussieren kann.
Pflanzloch
Ganz wichtig: Grasbäume haben sehr empfindliche, brüchige Wurzeln, die leicht abreißen können. Speziell beim Herauslösen des Grasbaums aus seinem Topf kann es schnell passieren, dass die Erde und Teile des Wurzelballen abgerissen werden.
Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, den Topf seitlich bis zum Boden einzuschneiden und die Pflanze dann vorsichtig am Wurzelballen herauszuheben. Alternativ kann man auch den Boden des Topfes abschneiden, dann den Baum samt Topfrand in das Pflanzloch setzen und schließlich den Topfrand vorsichtig herausziehen.
Grasbäume vertragen keine ’nassen Füsse‘. Wenn man im Garten keine geeignete Drainage (mit Abflussrohren!) realisieren kann, sollte man den Grasbaum zumindest etwas erhöht pflanzen, so dass das Regenwasser seitlich wegrinnen kann.
Für eine schnelle Bewurzelung bieten sich Bewurzelungsmittel wie z.B. Superthrive an.
Boden
Grasbäume sind nährstoffarmen, sehr gut durchlässigen Boden gewohnt.
Staunässe sollte unter allen Umständen vermieden werden. Dazu kann man den Grasbaum z.B. leicht erhöht pflanzen, so dass überschüssiges Regenwasser wegrinnt.

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